Isst du dich älter, als du bist?
Shownotes
Kann das, was wir täglich essen, tatsächlich beeinflussen, wie schnell unser Körper altert?
Wir alle kennen unser Alter im Pass. Doch unser biologisches Alter ist eine ganz andere Geschichte. Zwei Menschen können beide 60 sein und körperlich trotzdem völlig unterschiedlich altern.
In dieser Folge von Kopfwäsche – Der Präventionspodcast nehme ich dich mit in ein Thema aus meinem neuen Newsletter Longevity Kompakt und in spannende aktuelle Forschung rund um hochverarbeitete Lebensmittel und gesundes Älterwerden.
Wir sprechen darüber, warum hochverarbeitet nicht einfach dasselbe ist wie verarbeitet, was eine Zutatenliste über ein Lebensmittel verraten kann und warum Forscher Zusammenhänge zwischen einem hohen Konsum ultrahochverarbeiteter Lebensmittel und Frailty – also einer abnehmenden körperlichen Widerstandskraft – beobachten.
Und wir schauen noch weiter: Was könnten unsere Ernährung, stille Entzündungsprozesse, oxidativer Stress, unser Darm, unser Gehirn und natürlich unsere Muskeln miteinander zu tun haben?
Denn genau hier liegt für mich eine der wichtigsten Botschaften:
Unser Körper funktioniert als Netzwerk.
Deshalb geht es in dieser Folge auch nicht um Verbote oder darum, nie wieder Kuchen, Pizza oder etwas Fertiges zu essen. 😉
Viel spannender ist die Frage: Was darf wieder MEHR auf unseren Teller?
Mehr echtes Essen. Mehr Gemüse. Mehr Beeren. Mehr Kräuter. Mehr Ballaststoffe. Mehr Pflanzenvielfalt.
Und ich verrate dir meinen ganz einfachen Zutatenlisten-Test für zu Hause: „Würde ich aus diesen Zutaten selbst ein Essen kochen?“ 😂
Denn Longevity bedeutet für mich nicht einfach, möglichst alt zu werden. Es geht darum, WIE wir alt werden. Fit. Selbstständig. neugierig. Lebensfroh. Und möglichst lange mittendrin im Leben.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen wieder zu einer neuen Folge von Kopfwäsche.
00:00:29: deinen Präventionspodcast.
00:00:31: Ich bin Gaby und ich freue mich sehr, dass du heute wieder dabei bist!
00:00:35: Heute habe ich ein Thema für dich das sich selber richtig spannend finde.
00:00:39: es kommt nämlich aus meinem ganz neuen Projekt longevity compact.
00:00:43: vielleicht hast Du den Namen bei mir schon irgendwo gesehen und ich gefragt Gaby Was ist denn jetzt schon wieder longevity-compact?
00:00:51: Ganz einfach.
00:00:52: Wir werden heute mit unglaublich vielen Informationen rund um Gesundheit, Prävention und longevity überschüttet.
00:01:00: Jeden Tag gibt es eine neue Studie ein neuen Superstoff und eine neue Ernährungsempfehlung und gefühlt jeden zweiten Tag etwas das wir ab sofort unbedingt machen sollen oder auf gar keinen Fall mehr machen dürfen Und irgendwann weist doch kein Mensch mehr, was er eigentlich glauben soll.
00:01:19: Genau deshalb habe ich Longchevy die Kompakt ins Leben gerufen – Ich möchte dort für euch regelmäßig aktuelle Forschung, spannendes Wissen rund um Gesundheit, Prävention und gesundes Älterwerden aufgreifen!
00:01:33: Aber nicht wissenschaftlich kompliziert.
00:01:35: Nicht so, dass du nach dem dritten Absatz denkst, ich habe keine Ahnung was die eigentlich von mir wollen und vor allem nicht mit erhobenen Zeigefinger.
00:01:43: Ich möchte dieses Wissen so übersetzen das wir verstehen.
00:01:47: Was bedeutet das für mich?
00:01:49: Und noch wichtiger Was kann ich davon praktisch in meinen Alltag mitnehmen?
00:01:55: Denn Longevity bedeutet für mich nicht nur möglichst viele Jahre an unser Leben dran zu hängen.
00:02:01: Ganz ehrlich, ich muss nicht unbedingt Hundertfünf werden wenn ich die letzten zwanzig Jahre davon nur irgendwie verbringe!
00:02:09: Ich möchte möglichst lange gesund fit selbstständig und neugierig bleiben.
00:02:14: Ich möchte reisen, ich möchte lachen, ich möcht mein Leben selbst bestimmen Und wenn irgendwann Enkelkinder da sind, dann möchte ich nicht nur auf der Bank sitzen und zuschauen.
00:02:24: Ich möchte mittendrin sein!
00:02:26: Deshalb beschäftigt mich bei Longchevity eigentlich weniger die Frage wie alt können wir Menschen werden?
00:02:33: Mich interessiert viel mehr – Wie können wir Alt
00:02:36: werden?!
00:02:36: Und genau dazu habe in den letzten Wochen einige richtig spannende neue Untersuchungen gefunden.
00:02:43: Untersuchung bei denen es um etwas geht was wir jeden einzelnen Tag machen Meistens sogar mehrmals.
00:02:50: Was ist das?
00:02:51: Essen!
00:02:52: Und dabei bin ich über eine Frage gestolpert, bei der ich selbst einmal gedacht habe, wow darüber müssen wir reden.
00:03:01: Denn diese Frage lautet, isst du dich vielleicht älter als du
00:03:05: bist?!
00:03:06: Klingt ein bisschen provokant, ich weiß.
00:03:09: Aber dahinter steckt ein richtig spannendes Forschungsgebiet!
00:03:13: Denn wenn ich dich jetzt frage wie alt bist du?
00:03:15: Dann kannst Du mir wahrscheinlich sofort eine Zahl sagen.
00:03:18: Dreißig vierzig fünfzig sechszig siebzig.
00:03:21: Ja das ist dein chronologisches Alter.
00:03:23: Es steht in Deinem Pass und daran können wir beide leider nichts ändern.
00:03:28: Schau da eigentlich oder?
00:03:30: Aber jetzt stell dir zwei Menschen vor.
00:03:32: Beide sind sechzig Jahre alt.
00:03:34: Der eine ist fit, beweglich, kräftig, geistig, wach und voller Energie.
00:03:39: Der andere ist ebenfalls sechzig hat aber vielleicht bereits deutlich weniger Muskelmasse, ist weniger belastbar, hat Stoffwechselprobleme und kommt körperlich wesentlich schlechter zurecht.
00:03:52: Beide haben aber dasselbe Alter im Pass.
00:03:55: Aber sind ihre Körper wirklich gleich alt?
00:03:58: Nein, natürlich nicht.
00:04:00: Und genau deshalb beschäftigt sich die Forschung immer stärker mit dem sogenannten biologischen Alter und das finde ich echt richtig spannend!
00:04:09: Denn dieses biologische Alter hängt nicht nur von unseren Genen ab – unser Lebensstil spielt hier ebenfalls eine ganz wichtige Rolle.
00:04:18: Und zwar unsere Ernährung, unsere Bewegung, Unser Umgang mit Stress, unser Stoffwechsel und unser Darm.
00:04:28: Da natürlich auch Entzündungsprozesse und wahrscheinlich noch vieles mehr was wir heute noch gar nicht vollständig verstanden haben.
00:04:38: Und damit sind wir bei einem Gedanken den du von mir wahrscheinlich immer wieder hören wirst.
00:04:43: Unser Körper funktioniert als Netzwerk.
00:04:47: Wir können den Darm nicht in eine Schublade stecken, das Gehirn in die Nächste, die Muskeln in die Dritte und das Immunsystem irgendwo ganz hinten.
00:04:55: Unser Körper sagt morgens schließlich auch nicht so.
00:04:58: Leute heute ist Donnerstag, heut kümmern wir uns ausschliesslich um den Damm.
00:05:02: Gehirnt du bist morgen wieder dran?
00:05:04: Nein!
00:05:05: Alles kommuniziert miteinander und alles beeinflusst sich gegenseitig.
00:05:10: Und wenn wir verstehen wollen... Welchen Einfluss unsere Ernährung auf das Älterwerden haben könnte, dann müssen wir deshalb auch ein bisschen genauer hinschauen.
00:05:20: Was eigentlich regelmäßig auf unserem Teller landet.
00:05:23: und genau da wird es richtig interessant!
00:05:27: Denn ein Bereich beschäftigt die Forschung im Moment ganz besonders Hoch beziehungsweise ultra hoch verarbeitete Lebensmittel.
00:05:36: Und bevor du jetzt denkst, oh Gott!
00:05:38: Jetzt darf ich überhaupt nichts mehr essen, nichts verarbeiten?
00:05:41: Nein nein, darum geht es gar nicht.
00:05:43: Denn fast jedes Lebensmittel wird irgendwie verarbeitet.
00:05:46: Tiefgekühlte Bären sind verarbeitelt.
00:05:48: Naturjoghurt ist verarbeited.
00:05:50: Olivenöl ist verarbeitet.
00:05:52: Wenn du dein Gemüse schneidest und kochst hast du ja ebenfalls verarbeiteten.
00:05:57: Nein nein die spannende Frage ist vielmehr Wie weit entfernen wir uns bei einem Produkt eigentlich vom ursprünglichen Lebensmittel?
00:06:05: Und damit kommen wir zu den sogenannten ultrahoch verarbeiteten Lebensmitteln.
00:06:11: Das sind häufig Produkte, die industriell stark verändert oder aus vielen verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt wurden und dazu können bestimmte fertige Richtige hören Snakes Süßigkeiten Instantprodukte Soft Rings Aber auch manche Frühstücksterialen, natürlich auch industrielle Backwaren aber auch bestimmte stark verarbeitete Fleischprodukte.
00:06:36: Und weißt du was?
00:06:38: Eins finde ich dabei ganz interessant!
00:06:40: Wir schauen vorne auf die Verpackung.
00:06:42: da steht dann vielleicht mit Vollkornprotein Fitness mit Vitaminen ohne Zuckerzusatz und was weiß ich noch alles.
00:06:50: Aber viel spannender finde ich manchmal die Rückseite und deshalb möchte ich dir einen kleinen Test geben Geh nach dieser Folge irgendwann in deine Küche, nimm ein Produkt das du regelmäßig ist.
00:07:02: Drehe es um und lese einmal die Zutatenliste.
00:07:05: Und dann stellt ihr eine Frage.
00:07:07: Würdest Du aus all den Zutatens die hinten auf der Packung stehen zu Hause wirklich einen Gericht kochen?
00:07:14: Stellen wir uns das einfach mal vor.
00:07:16: Du gehst in deine Küche und sagst so, was koch ich heute schönes für meine Familie?
00:07:21: Ja, ich glaube ich nehme jetzt erstmal ein bisschen Malto-Text drin dann könnte ich noch etwas modifizierte Stärke dazugeben.
00:07:28: So einen Emulgator wäre auch ganz toll!
00:07:30: Naja vielleicht nur ein bisschen Mono und Digglizeride von Speisefettsäuren, aber das könnten wir auch noch brauchen.
00:07:36: Und dann geben wir noch ein bissel Aroma dazu und Verdickungsmittel schadet auch.
00:07:41: und Mittagessen fertig.
00:07:43: Bitte nichts falsch verstehen.
00:07:45: Nicht jeder Zusatzstoff ist automatisch schlecht oder gefährlich, das wäre viel zu einfach und wissenschaftlich auch nicht sauber.
00:07:53: aber dieser kleine Test führt uns zu einer ganz anderen Frage Wieviel echtes Lebensmittel steckt eigentlich noch in meinem Lebensmittel?
00:08:01: Und wenn solche Produkte nur ab und zu auf unserem Teller landen brauchen wir darüber überhaupt kein Drama zu machen.
00:08:08: Spannend wird es nur dann, oder gefährlich wird's nur dann wenn sie einen großen Teil unserer täglichen Ernährung ausmachen.
00:08:16: Denn da geht das nicht mehr darum was wir essen Es geht auch darum was dadurch möglicherweise weniger Platz bekommt Ballaststoffe Vitamine und Mineralstoffe Pflanzenvielfalt Sekundäre Pflanzenstoffe Hochwertige Eiweißquellen Und an genau diesem Punkt einer einfachen Zutatenliste plötzlich eine richtig interessante longevity Frage.
00:08:42: Denn Forscher wollten wissen, gibt es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen einem hohen Konsum ultra hoch verarbeiteter Lebensmittel und der Art wie wir altern?
00:08:53: Und dazu ist Eine spannende, systematische Übersichtsarbeit und Meteranalyse erschienen.
00:09:01: Darin wurden Daten von insgesamt mehr als hundertfünftausend älteren Menschen betrachtet.
00:09:06: Und in der eigentlichen Meta-Analyse zeigte sich, dass Menschen mit einem höheren Konsum ultrahoch verarbeiterter Lebensmittel eine ungefähr dreiundvierzig Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für sogenannte Fraility hatten.
00:09:23: Was sollte nicht das jetzt schon wieder sein?
00:09:26: Im Deutschen wird das häufig mit Gebrechlichkeit übersetzt.
00:09:29: Ich finde aber, dass klingt fast ein bisschen zu einfach Denn dahinter steckt eine Frage die für mich viel interessanter ist Wie viel Reserve hat dein Körper noch?
00:09:39: Wie gut kannst du Belastungen wegstecken.
00:09:42: Wie schnell erholst Du Dich, wie stabil bist Du körperlich und wieviel Kraft um Funktion hast Du noch!
00:09:48: Und genau das sind wir wieder bei meiner Vorstellung von longevity Denn ich möchte nicht nur wissen wie viele Jahre lebt ein Mensch Ich möchte wissen wieviele diese jahre kann ja wirklich leben.
00:10:02: Jetzt muss ich aber auch gleich etwas dazu sagen weil mir dass bei solchen Studien unglaublich wichtig ist.
00:10:08: Wir dürfen aus diesen Zahlen nicht machen, Fertigpützereien, Gebrechlichkeit raus – so funktioniert Wissenschaft nicht!
00:10:16: Es handelt sich hier um Beobachtungsdaten.
00:10:19: also wir sehen einen Zusammenhang aber ein Zusammenhang bedeutet nicht automatisch Ursache und Wirkung.
00:10:27: manche die sehr viele ultra hochverarbeiteten Lebensmittel essen unterscheiden sich möglicherweise auch in anderen Lebensbereichen die überwiegend frisch kochen.
00:10:37: Vielleicht bewegen sie sich weniger, vielleicht rauchen sie häufiger, vielleicht schlafen sie anders, vielleicht gibt es soziale oder wirtschaftliche Unterschiede.
00:10:45: Vieles davon versucht man in Studien statistisch herauszurechnen aber perfekt gelingt das nie!
00:10:52: Und trotzdem finde ich solche Ergebnisse spannend.
00:10:55: Nicht weil sie uns Angst machen sollen, sondern weil sie einen Hinweis geben.
00:10:59: und besonders interessant wird es für mich immer dann wenn nicht nur eine einzelne Untersuchung auftaucht sondern verschiedene Forschungsbereiche anfangen, in eine ähnliche Richtung zu zeigen.
00:11:11: Und genau das passierte gerade!
00:11:13: Denn während sich die Eine-Forschungsgruppe angeschaut hat wie er Nährung mit unserer körperlichen Widerstandsfähigkeit zusammenhängen könnte haben andere Forscher eine ganz andere Frage gestellt.
00:11:25: Was passiert eigentlich mit unserem Gehirn?
00:11:27: Auch dazu erschien im Jahr auch ein Jahrzehntes Jahr eine Meteranalyse.
00:11:31: Sie fasste mehrere prospektive Kohortenstudien mit insgesamt mehr als zweihundertfünfzigtausend Menschen zusammen und dort war ein hoher Konsum ultra hoch verarbeiteter Lebensmittel, mit einem ungefähr vierzehn Prozent höheren Risiko für kognitive Beeinträchtigungen verbunden.
00:11:50: Also auch hier gilt wieder – Zusammenhang ist nicht automatisch Ursache!
00:11:55: Du ist heute eine Tüte Chips und vergisst morgen deinen Namen.
00:11:58: Nein, nein, darum geht es nicht!
00:12:01: Aber plötzlich reden wir bei Ernährung nicht mehr nur über Gewicht, nicht mehr noch über Kalorien sondern wir beginnen zu fragen was macht das was ich jeden Tag esse langfristig mit meinem Stoffwechsel?
00:12:16: Mit meinen Gefäßen?
00:12:17: Mit meinem Darm?
00:12:19: Mit seinen Muskeln mit meinem Gehirn.
00:12:22: Und wenn so viele Bereiche gleichzeitig beteiligt sind, stellt sich natürlich die nächste Frage – was könnte diese Dinge miteinander verbinden?
00:12:31: Und da taucht in der longevity Forschung immer wieder ein Begriff auf.
00:12:36: Inflammaging Das Wort setzt sich aus inflammation also Entzündung und Agingaltern zusammen Und dabei geht es um niedriggradige chronische Entzündungsprozesse, die mit zunehmenden Alter häufiger auftreten können.
00:12:54: Ich stelle mir das gerne wie ein kleines Feuer vor – nicht das große Feuer bei dem die Feuerwärme blaulicht vorfallt, sondern eher eines, dass irgendwo im Hintergrund vor sich hingelehmt und unser Körper muss permanent Energie investieren, um damit umzugehen!
00:13:11: Dabei ist Entzündung grundsätzlich nicht schlechtes.
00:13:14: Wenn Du Dich verletzt, brauchst Du eine Erzündungsreaktion.
00:13:17: Wenn ein Erreger kommt, brauchste Dein Immunsystem.
00:13:20: Das Problem ist also nicht die normale akute Entzindung.
00:13:24: Interessant wird es dort wo entzündungen Prozesse dauerhaft niedrigartig aktiv bleiben.
00:13:32: weil das Wort Low-Grade Entzündungen gehört.
00:13:35: Und unsere Ernährung ist einer von vielen Faktoren, die dieses Milieu beeinflussen können.
00:13:42: Aber selbst damit ist die Geschichte nicht zu Ende!
00:13:45: Denn wo wir über Entzündenprozesse sprechen, begegnen wir ziemlich schnell einem zweiten Thema – Oxidativ und Stress.
00:13:52: Und auch da möchte ich eines klarstellen Freiradikale sind nicht einfach die Bösewichte unseres Körpers.
00:13:58: Wir produzieren sie selbst um brauchen Oxidative Prozesse für verschiedene biologische Funktionen.
00:14:05: Auch hier geht es wieder um etwas, das bei Gesundheit unglaublich häufig entscheidend ist – Balance!
00:14:11: Unser Körper verfügt über eigene antioxidative Schutzsysteme und gleichzeitig liefert uns unsere Ernährungsstoffe die in dieses komplexes System eingebunden sein können.
00:14:24: Und spätestens an diesem Punkt landen wir bei einem Thema, dass Milch seit vielen Jahren fasziniert.
00:14:30: Sekundäre Pflanzenstoffe Polyphenole, Antiziane, flavonoide, Karottonnoide und tausend weitere Pflanzenstoffe.
00:14:39: Eine Beere besteht eben nicht nur aus Vitamin C. eine Karotte ist nicht einfach nur Beta-Karontin.
00:14:45: Eine Pflanze bringt eine ganze Vielfalt unterschiedlicher Stoffe mit.
00:14:50: und genau deshalb sage ich so gern die Natur denkt in Netzwerken Und weißt du wer sich über diese Pflanzenvielfalt übrigens ebenfalls freut?
00:15:00: Unsere nächsten Mitspieler in diesem Netzwerk, unsere Darmbakterien.
00:15:05: Denn wenn du ist, bist du eigentlich nie alleine!
00:15:07: Auch wenn du ganz alleine am Küchentisch sitzt, da sitzen Billionen Mitesser mit am Tisch.
00:15:13: Na toll, jetzt muss ich auch noch für die Kochen vielleicht... Nein aber genau das tun wir tatsächlich, denn dass was wir essen beeinflusst auf unser Milieu in unseren Damen.
00:15:23: Unterschiedliche Ballaststoffe im pflanzlichen Lebensmittel liefern unseren Billionen Darmbakterien unterschiedliche Substrate.
00:15:31: Und inzwischen wissen wir, dass unser Darm nicht einfach nur ein Rohr ist durch das unsere Essen durchrutscht.
00:15:38: Darm-Immunsystem Stoffwechselebergehirn kommunizieren miteinander und deshalb sprechen Wissenschaftler beispielsweise auch oft von der Darmhirnachse oder von der Darm-Leberhirn-Achse.
00:15:51: Merkst du was jetzt passiert?
00:15:53: Wir haben mit einer Zutatenliste angefangen und plötzlich sind wir beim Gehirn, bei Entzündungen, beim oxidativen Stress und beim Darm.
00:16:02: Und genau das meine ich mit Netzwerk!
00:16:04: Aber jetzt fehlt uns noch etwas... Wer mich kennt weiß wahrscheinlich schon was kommt….
00:16:09: Meine geliebten Muskeln.
00:16:11: Denn wenn wir über gesundes Älter werden sprechen können wir über Muskeln eigentlich gar nicht oft genug sprechen.
00:16:17: Dabei geht es mir überhaupt nicht darum, dass wir mit Achtzig alle aussehen müssen wie Bodybuilder.
00:16:23: Unsere Muskeln sind viel mehr das was wir im Spiegel sehen.
00:16:27: Muskelgewebe ist stoffwechselaktiv.
00:16:29: Muskeln spielen eine Rolle bei Bewegung Stabilität Glucose-Stoffwechsel und unserer körperlichen Reserve.
00:16:36: Und genau deshalb interessiert mich beim Älterwerden ehrlich gesagt meine Falte nur bedingt!
00:16:41: Ja mei die Falte ist doch nicht mein größtes Problem.
00:16:45: Mich interessiert Kann ich mit Achtzig noch alleine vom Stuhl ausstehen?
00:16:49: Kann ich Treppen steigen, kann ich meine Einkaufstaschen tragen.
00:16:52: Kann ich meinen Koffer ins Auto heben!
00:16:54: Kann ich
00:16:54: reisen?!
00:16:55: Kann ich auf den Bodenspielen mit meinen Enkelkindern?
00:16:58: Und ganz wichtig komme ich dann auch wieder hoch!
00:17:01: Das ist doch Lebensqualität und das genau bedeutet longevity für mich nicht möglichst lange irgendwie existieren sondern möglichst lange wirklich leben.
00:17:12: und jetzt könnte man nach all dem natürlich sagen ok Gaby dann sag mir einfach was ich ab morgen alles nicht mehr essen darf.
00:17:19: und genau das werde ich nicht tun.
00:17:21: Denn wenn du aus dieser Folge mitnimmst, Fertigprodukte verboten Süßigkeiten verboten Kuchen... verboten.
00:17:27: Dann hast du mich falsch verstanden!
00:17:29: Ich esse auch Kuchen und wenn ich Kuchen esse, dann möchte ich den Verdammt noch mal genießen, denn Gesundheit ist für mich nicht Perfektion.
00:17:36: Die entscheidende Frage ist nicht was mache ich einmal sondern was mach' ich am meisten?
00:17:42: Und deshalb will ich die ganze Frage lieber umdrehen – Nicht Was muss alles
00:17:46: weg?!
00:17:46: Sondern was darf wieder mehr auf meinen Teller?
00:17:49: Mehr Gemüse, mehr Beeren, mehr Kräuter, mehr Hülsenfrüchte, mehr Nüsse und Samen, mehr Ballaststoffe mehr hochwertige Eiweißquellen, mehr unterschiedliche Pflanzen, mehr echtes Essen.
00:18:01: Denn wenn wir anfangen unseren Körper mit mehr von diesen Dingen zu versorgen, verdrängen sie häufig automatisch einen Teil von den anderen und ich finde diesen Gedanken viel schöner!
00:18:12: Ich möchte meinen Körper nicht den ganzen Tag mit verboten Erziehen, ich möchte ihn gut versorgnet und deshalb bekommst du jetzt von mir einen ganz einfachen longevity-Check für Zuhause.
00:18:23: Nimm heute drei Produkte, die du wirklich regelmäßig ist.
00:18:26: Nicht irgendeine Dose, die seit Jahren hinten im Schrank steht, sondern deine normalen Lebensmittel.
00:18:32: Drehe sie um und lese die Zutatenliste.
00:18:34: Und frag dich!
00:18:35: Würde ich aus diesen Zutatten morgen für meine Familie ein Gericht kochen?
00:18:42: So nach dem Motto – Schatz was essen wir
00:18:44: heute?!
00:18:45: Ich dachte, ich mache uns was Schönes mit Maltodextrin, modifizierter Stärker, Immulgator und Digglizariden von Speisefettsäuen.
00:18:54: Und dann stellt ihr noch eine zweite Frage Was kann ich ab heute meinem Essen hinzufügen?
00:19:03: Ein paar Bären bisschen Gemüse frische Kräuter Nüsse Salat.
00:19:08: Weißt du longevity muss gar nicht kompliziert sein.
00:19:12: Es beginnt manchmal wirklich mit einer Handvoll Bären.
00:19:16: Und wenn wir jetzt schon bei Bären und Pflanzenvielfalt sind, dann verstehst du vielleicht auch ein bisschen besser.
00:19:22: Warum ich seit fast zwanzig Jahren jeden Morgen mein Stampal Zylint trinke?
00:19:27: Weil es einfach Pflanzenkraft ist um Pflanzen-Vielfald!
00:19:32: Hier habe ich die Aroniabeere mit neununddreißig Kräutern, Beeren, Blüten und Wurzeln in Ruckosqualität in einem Schluck.
00:19:40: Auch bei meiner Familie ist diese tägliche Pflanzen vielfalt längst Ganz selbstverständlich geworden.
00:19:47: Nicht weil ich glaube, ich nehme morgens mein Stamppal und dann kann ich den Rest des Tages machen was ich will.
00:19:52: Ja schön wär's nein!
00:19:54: Also Gesundheit entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme.
00:19:57: Zeline ist für mich ein Baustein von vielen.
00:19:59: Ich mag diese Vielfalt aus Aron, Kräutern Wurzeln Früchten Und in unterschiedlichen sekundären Pflanzenstoffen Die Pflanzen von Natur aus mitbringen.
00:20:08: Aber mein Stammpall ersetzt nicht meine Bewegung Es ersetzt nicht meine Muskeln, nicht meinen Schlaf Nicht gutes Essen, nicht Erholung.
00:20:16: Auch nicht meine sozialen Kontakte und übrigens auch nicht meinen Guggen!
00:20:20: Und genau das ist für mich Gesundheit.
00:20:23: Nicht Perfektion sondern viele gute Bausteine die miteinander zusammenspielen.
00:20:28: Unser Körper braucht nicht nur einen Superstoff er braucht ein gutes Umfeld.
00:20:33: und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft die ich dir heute mitgeben möchte weil wir können unser Geburtsdatum nicht verändern.
00:20:41: Aber wir können jeden Tag ein Stück weit mitentscheiden, welches Umfeld wir unseren Zellen bieten – mit dem was wir essen, mit unserer Bewegung, mit unseren Muskeln, mit unserem Schlaf und mit unserem Umgang mit Stress, mit Pflanzenvielfalt, mit sozialen Beziehungen, mit allen den kleinen Entscheidungen die wir jeden Tag treffen!
00:21:01: Keine davon muss perfekt sein und keine Einzelne davon entscheidet darüber, wie gesund du mit Achtzig oder Neunzig bist.
00:21:09: Aber zusammen ergeben sie etwas!
00:21:12: Unser Körper funktioniert als Netzwerk – um.
00:21:15: vielleicht steckt genau darin ein großer Teil dessen was wir Longevity nennen nicht in dem einen Wundermittel, nicht in der einen Kapsel, nicht an einer Ernährungsform sondern im Zusammenspiel.
00:21:28: Und deshalb möchte ich dir am Ende dieser Folge gar nicht die Frage stellen, wie alt möchtest du werden?
00:21:33: Sondern ich möchte dich fragen.
00:21:35: Wie möchtetst Du alt werden?
00:21:37: Denk da wirklich mal drüber nach!
00:21:39: Was möchtes Du mit siebzig noch machen – Mit achtzig und neunzig?
00:21:42: Mit
00:21:42: hundert?!
00:21:43: Wo möchtis Du noch hinreisen?
00:21:45: Mit wem möchttest Du lachen?
00:21:47: Was möchest Du körperlich noch tun können?
00:21:49: Was möchtest Du noch erleben?
00:21:51: Denn genau dafür machen wir doch Prävention.
00:21:54: Nicht aus Angst vor dem Alter sondern aus Lust aufs Leben.
00:21:58: Und wenn du jetzt sagst, gab ich genau solche Themen interessieren mich.
00:22:02: Dann schau unbedingt in den Show notes zur Folge!
00:22:05: Denn genau dafür gibt es meinen neuen kostenlosen Newsletter Longchevity Compact.
00:22:10: Alle zwei Wochen greife ich dort aktuelle Erkenntnisse und spannende Studien rund um Gesundheit, Prävention und Longcheivity auf.
00:22:17: Ich schaue für euch was gibt's Neues?
00:22:19: Was ist wirklich interessant?
00:22:21: Was müssen wir vielleicht ein bisschen einordnen?
00:22:23: und vor allem was können Leben überhaupt gebrauchen.
00:22:28: Viele Themen, über die wir hier bei Kopfhäsche sprechen, bekommst du dort noch einmal schriftlich verständlich und kompakt zusammengefasst.
00:22:38: Und zusätzlich bekommest du regelmäßig neue Impulse und ganz praktische Tipps für ein gesundes, vitales und möglichst langes Leben!
00:22:47: Den Link zu Longchevy die Kompakt zu dem Newsletter findest Du direkt in den Shownaut.
00:22:52: Einfach draufklicken, kostenlos anmelden und dann bekommst du die nächste Ausgabe direkt in dein E-Mail Postfach.
00:22:59: Ich freue mich riesig wenn Du auch dort dabei bist!
00:23:01: Und wenn Dir diese Folge gefallen hat, dann teil sie gerne mit Menschen bei denen Du jetzt gerade vielleicht denkst Mensch der oder die sollte das auch mal hören.
00:23:10: Mit denen willst Du auch richtig vital alt werden und Spaß haben.
00:23:16: Wichtig auch abonniere Kopfwäsche den Präventionspodcast, damit du keine neue Folge verpasst.
00:23:22: und ja ich freue mich auch sehr gerne über fünf Sterne.
00:23:26: Damit unterstützt du meinen Podcast und hilfst mir mit dem Thema Prävention noch mehr Menschen zu erreichen!
00:23:32: Und vielleicht nimmst Du heute nur diesen einen Gedanken mit Es geht nicht darum wie alt Du wirst es geht darum wie Du alt wirst.
00:23:40: Also bleibt neugierig, bleibt gesund genießt dein Leben und du weißt ja Prävention macht immer Sinn.
00:23:46: Bis zum nächsten Kopfwesche deine
00:24:05: Gabi!
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