24-Stunden-Pflege zu Hause – Alles, was Angehörige wissen müssen.

Shownotes

In dieser Folge von „Kopfwäsche – Der Präventionspodcast“ spreche ich mit Monika Kraus-Petereit, Geschäftsführerin der MK PflegeAgentur GmbH, über ein Thema, das früher oder später fast jede Familie betrifft und auf das trotzdem kaum jemand vorbereitet ist:

24-Stunden-Pflege zu Hause – Alles, was Angehörige wissen müssen.

Was passiert, wenn die eigenen Eltern plötzlich Hilfe brauchen? Nach einem Sturz. Nach einem Krankenhausaufenthalt. Nach einer Demenzdiagnose. Oder einfach, weil der Alltag alleine nicht mehr zu bewältigen ist.

Gemeinsam sprechen wir darüber, welche Möglichkeiten Familien heute haben, wie eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause tatsächlich funktioniert und worauf Angehörige bei der Auswahl einer Betreuungskraft achten sollten.

Monika erklärt verständlich, welche Aufgaben eine Betreuungskraft übernehmen darf, welche Leistungen die Pflegeversicherung unterstützt und welche finanziellen Hilfen Familien in Anspruch nehmen können.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Folge ist die Frage, warum viele Angehörige zu lange warten, alles alleine schaffen möchten und dadurch häufig an ihre körperlichen und seelischen Grenzen kommen.

Außerdem sprechen wir darüber, warum Vorsorge nicht erst beginnt, wenn ein Pflegefall eingetreten ist. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und ein gut vorbereiteter Notfallordner können Familien im Ernstfall viel Sicherheit geben und helfen, wichtige Entscheidungen ruhiger und besser vorbereitet zu treffen.

Diese Folge macht deutlich: Pflege ist kein Thema für morgen. Je früher wir uns informieren und gemeinsam mit unseren Angehörigen vorsorgen, desto mehr Sicherheit schenken wir uns selbst und unserer Familie. Ein wertvolles Gespräch für alle, die ihre Eltern begleiten, selbst vorsorgen oder einfach wissen möchten, welche Möglichkeiten es heute gibt, damit Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem Zuhause leben können.

Kostenloser Download für alle Hörer

Passend zu dieser Podcast-Folge habe ich einen Pflege-Notfallordner erstellt. Darin findet ihr praktische Checklisten, Platz für wichtige Dokumente sowie viele hilfreiche Informationen, damit im Ernstfall alle wichtigen Unterlagen schnell griffbereit sind.

➡️ Den Pflege-Notfallordner könnt ihr kostenlos herunterladen:

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Hier geht's zur Website der MK PflegeAgentur https://www.mk-pflegeagentur.de/ 📞 Tel.: +49 (0)89 666 530 88 Monika Kraus-Petereit MK PflegeAgentur GmbH Grünwalder Weg 32 82041 Oberhaching

Hier geht's zu Gabi auf Instagram https://www.instagram.com/gesundheit2.0_praevention https://www.instagram.com/gabi.boborowski

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Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:00: Löse dich aus deiner Bubble und hol dir neue Gedankenimpulse.

00:00:05: Denn ein gesundes und glückliches Leben ist für jeden möglich!

00:00:09: Wie es klappt, hörst du hier in Kopfwäsche.

00:00:12: der Präventions-Podcast von Gabi Boborowski geprüfte Präventionspraktikerin und zertifizierte Fastenleiterin Wissenzahn aufgedreht – Wasser Marsch los geht's.

00:00:23: Ja, ein herzliches Hallo!

00:00:25: Schön dass du heute wieder dabei bist bei Kopfwäsche der Präventionsportgast.

00:00:29: Ich freue mich riesig das Du wieder da bist.

00:00:32: Mein Name ist Gaby Boborowski und heute werden wir mal über einen Thema sprechen, das früher oder später fast jede Familie betrifft – und auf das trotzdem kaum jemand vorbereitet ist.

00:00:45: Was passiert eigentlich wenn die eigenen Eltern oder ein Angehöriger plötzlich Hilfe brauchen?

00:00:52: kann nach einem Sturz sein oder nach einem Krankenhausaufenthalt, oder vielleicht sogar noch einer Demenzdiagnose.

00:00:59: Oder einfach weil der Alltag alleine nicht mehr zu bewältigen ist und die meisten Angehörigen stehen dann plötzlich vor der Frage Was kann ich tun, damit meine Mutter mein Vater oder wer auch immer möglichst lange zu Hause bleiben können?

00:01:14: Oder brauchen wir vielleicht ein Pflegeheim?

00:01:16: oder es gibt doch auch diese vierundzwanzig Stundenbetreuung.

00:01:20: auf was müssen wir überhaupt achten.

00:01:23: All diese Fragen stehen plötzlich im Raum und genau Darüber sprechen wir heute.

00:01:28: Und ich freue mich so sehr, dass ich heute eine echte Expertin auf meiner virtuellen Couch begrüßen darf!

00:01:34: Sie begleitet seit vielen Jahren Familien auf genau diesem Weg und weiß aus ihrer täglichen Arbeit welche Sorgen, Ängste und Fragen Angehörige wirklich beschäftigen.

00:01:45: Herzlich willkommen, liebe Monika Kraus-Peter, schön, dass du da bist.

00:01:50: Ja danke, ich freu' mich auch sehr darüber und bin ganz gespannt, welche Fragen du hast.

00:01:56: Ja, da sind einige.

00:01:58: Ich sag's dir!

00:01:59: Monika, bevor wir rein starten in unser Gespräch, stelle dich doch unseren Zuhören einmal ganz kurz vor.

00:02:07: Wer bist du genau?

00:02:09: Also ich bin die Monika Kraus-Peterreit und das weiß gar nicht mehr wie lange es her ist.

00:02:17: Also seit dem Jahr zwei Tausend und elf mache ich die vierundzwanzig Stundenbetreuung.

00:02:22: Das heißt, ich vermittle... Personen, die dann den Senioren helfen, dass sie zu Hause bleiben können.

00:02:30: Und bevor ich das machen durfte habe ich eine Ausbildung gemacht als Biologie-Laborantin und war mehrere eigentlich viele Jahre, siebzehn Jahre an der Unitierklinik und habe dort im Labor gearbeitet.

00:02:50: Das ist auch

00:02:51: eine spannende Sache, oder?

00:02:52: Ja

00:02:53: klar.

00:02:53: Aber es war einfach so.

00:02:55: die Zeit war reif für einen Wechsel und meine Kinder kamen dazwischen.

00:03:00: und dann sind meine Kinder auf die Montessori-Schule gegangen und dort durfte ich lernen wo meine Kompetenzen sind eben einfach soziale Kompetenz-, Organisationstalent und einiges mehr.

00:03:18: Das ist ja gerade beim Montessori.

00:03:20: Also muss man sich als Eltern sehr stark einbringen, gell?

00:03:23: Ja

00:03:23: da war ich also mehrere Jahre im Vorstand und insgesamt vierzehn Jahre und mindestens zehn Jahre im Elternbeirat und auch Elternbeiratsvorsitzende.

00:03:36: Und dann waren meine Kinder aus dem Haus und ich habe eine neue Herausforderung gesucht Und durch Zufall läuft mir jemand über den Weg und sagt, ja ich habe da was gefunden.

00:03:48: Da geht es darum die Senioren zu unterstützen und sie suchen gerade ein Vertriebsteam.

00:03:55: Dann dachte ich

00:03:56: wow

00:03:57: das ist es!

00:03:58: Seitdem bin ich dabei.

00:04:01: Hast du dir das einmal angeschaut?

00:04:02: Es hat sofort gesagt genau dass dieses Thema liegt mir sowieso am Herzen und hier beginne ich nochmal eine neue Karriere sozusagen.

00:04:11: Genau

00:04:11: so war's Und da bin ich sozusagen ins kalte Wasser gesprungen.

00:04:16: Ich hatte ja keine Ahnung von gar nichts

00:04:21: und

00:04:22: durfte über meine Familien, die ich dann eigentlich relativ rasch gefunden habe, durfte ich einfach wahnsinnig viel lernen von denen – natürlich auch für mich aber auch vor allen Dingen war es Demenz anging, da hatte ich zwei drei Leute.

00:04:41: Da konnte ich einfach immer nachfragen und die haben nie gesagt du bist zu blöd!

00:04:46: Also haben das nie hinterfragt sondern waren eigentlich dankbar dass ich mich da weitergebildet hab.

00:04:52: und ja dadurch habe ich da unheimlich viel gelernt was ich natürlich jetzt alles in meinem Portfolio habe.

00:05:01: Learning by doing sozusagen?

00:05:03: Genau

00:05:03: so war's.

00:05:05: Hast du damals, wie du gestartet bist hier schon voraus ahnen können?

00:05:10: Wie wichtig dieses Thema eigentlich mal wird.

00:05:13: Weil ich habe das Gefühl also es wird ja immer präsenter und wir müssen ja immer früher und mehr selber diese Zeit auch schon planen.

00:05:23: Ja...also?

00:05:26: Nein, ich habe es nicht gewusst.

00:05:27: Aber ich habe gewusst, dass ich Senioren helfen will und sie unterstützen will, damit sie zu Hause bleiben können.

00:05:33: Das war eigentlich meine Aufgabe oder da habe ich meine Chancen gesehen.

00:05:39: Und ich habe gesehen, dass manche in einem alten Heim vielleicht verkümmern.

00:05:45: Nicht weil sich die Leute Mühe geben, das geben Sie sich ganz bestimmt aber sie haben einfach nicht genügend Zeit und können einfach nicht so viel unterstützen helfen, wenn man zu Hause sein kann.

00:05:57: Das ist ja auch echt der Grund warum ich dich eingeladen habe zu diesem zu dieser Podcastaufnahme weil ich selber es auch nicht wusste was es da heute für tolle Möglichkeiten und Chancen gibt für die Menschen wirklich so lang wie möglich zuhause zu bleiben.

00:06:12: und also ich freue mich richtig schon auf die ganzen Tipps und Hinweise die du heute für uns hast.

00:06:17: sag mal Monika Kannst du es ungefähr so über den Daumen brechen?

00:06:22: Wie viele Familien hast Du denn in den letzten Jahren schon begleitet?

00:06:26: Oh mein Gott, also sind bestimmt mehr als vierhundert Familien gewesen.

00:06:31: Wow!

00:06:32: Und ich habe bestimmt mehr aus Tausend Betreuungskräften kennenlernen dürfen und dadurch dass das einfach so viel ist oder... anders gesagt, wenn ich eine Familie habe muss die Firma für die ich arbeite mindestens zwei aber eher drei Pflegekräfte haben so dass man also gewährleisten kann das immer jemand vor Ort ist.

00:06:57: Also du bist praktisch die Expertin hier und darum nochmal Danke, dass du da bist.

00:07:03: Warum müssen wir über Pflege sprechen?

00:07:06: Es ist einfach so, dass sich die meisten Menschen erst mit dem Thema Pflege beschäftigen wenn plötzlich etwas passiert ist.

00:07:13: Warum ist das eigentlich so?

00:07:14: Warum wird das Thema in den Familien oft so verdrängt?

00:07:19: Ja, also es ist einfach so.

00:07:22: Man möchte ja gesund bleiben und man möchte fit bleiben und solange Senioren fit sind oder am halbwegs fit sind wollen sie sich auch nicht helfen lassen.

00:07:31: das ist einfach.

00:07:34: Wahrscheinlich würde es uns genauso gehen.

00:07:36: Solange wir noch selber kräuchen und fleuchten können, wollen wir uns nicht helfen lassen.

00:07:41: Wir wollen unsere Selbstständigkeit nicht verlieren.

00:07:44: Das ist einer der Hauptgründe, warum man darüber eigentlich auch nicht spricht.

00:07:49: Man möchte es nicht herreden

00:07:51: sozusagen.

00:07:54: Aber eigentlich müsste man jetzt wirklich alle ansprechen die ich sage jetzt mal schon kurz aus der Pubertät heraus sind, dass man einfach sagt Mensch sprecht doch wirklich mal auch mit euren Kindern oder die Kinder.

00:08:08: Sprecht halt einfach mal so nebenbei mal mit den Eltern was sie für Wünsche haben.

00:08:13: für später weil es gibt vielleicht die einen die sagen ja ich möchte unbedingt zu Hause bleiben aber der andere sagt vielleicht mensch Zuhause bin ich doch nur alleine.

00:08:24: Vielleicht geht's mir in irgendeiner Ich sage jetzt mal Residenz, nenne ich es einfach mal.

00:08:30: Vielleicht geht's mir da viel besser?

00:08:32: Habe ich Unterhaltung?

00:08:33: Hab vielleicht ein bisschen eine Beschäftigung?

00:08:35: Also welche Gespräche empfüllst du hier den Familien?

00:08:39: Also grundsätzlich müsste man also darüber nachdenken dass man einen Pflegebedarf erstellt und dass man ein Papier entwickelt wo man einfach sagt das will man und das will nicht.

00:08:57: Darum geht es ja grundsätzlich mal.

00:09:02: Und dann wäre es überhaupt wichtig, dass man so einen Vorsorgeordner hat wo man wirklich alles reintut.

00:09:07: und da geht's nicht nur darum die Vorsorge vollmacht.

00:09:13: Es geht eigentlich um alles was man braucht wenn mal irgendeine Situation entsteht wo der andere das nicht machen kann und nicht leisten kann, sodass man einfach weiß was will er.

00:09:27: Welche Wünsche hat er?

00:09:29: Sodass man sich danach richten kann und ich selber eine Entscheidung trifft die er gar nicht wollte.

00:09:36: Du hast vorher ja auch die Vorsorge vollmacht oder die Patientenverfügung gehört ja auch mit dazu zu den sogenannten Dokumenten.

00:09:43: also das ist auch etwas wo man wirklich empfiehlt vor allen Dingen die Patienten verfüge weil Das kann einem ja im jungen Alter schon irgendetwas treffen.

00:09:53: Also das ist glaube ich A und O, dass man solche Sachen wirklich in der Familie anspricht und sagt Leute bei uns war es zum Beispiel auch so leider durch einen traurigen Anlass wie meine Mama vor ein paar Jahren ganz plötzlich verstorben ist, und meine Tochter ist ja Krankenschwester auf der Intensivstation.

00:10:10: Die erlebt es natürlich auch ganz oft, wie oft so Schicksale passieren.

00:10:15: Dann hat die auch gleich Wert darauf gelegt dass diese Sachen alle erledigt wurden das hier wirklich festgelegt wird.

00:10:21: einfach was will man.

00:10:23: Du hast über diese Dokumente gesprochen.

00:10:26: können wir da ganz kurze Paar

00:10:27: aufzählen

00:10:28: welche dazu gehören?

00:10:30: Also es gibt von Pflegekasse oder überhaupt, glaube ich von der Krankenkasse.

00:10:35: So ein Ordner und in diesem Ordner sind ganz wichtige Dinge enthalten.

00:10:40: da geht es darum einmal welche Bank welche Bank vollmachten.

00:10:46: dann geht's darum was ist das im Mietvertrag?

00:10:49: Oder ist es ein Haus oder Welche Versicherungen gibt es?

00:10:56: Also da sind ganz viele wichtige Dinge, die man im Vorfeld eigentlich klären sollte.

00:11:01: Weil es wirklich was passiert denn?

00:11:04: Wenn man plötzlich krank ist, dass man selber seine Banksachen nicht mehr machen kann und derjenige, der das für einen tun möchte hat gar keine Vollmachten dazu.

00:11:18: Man muss da irgendjemanden oder irgendwo das dann hinterlegen wo man sagt okay wenn das passiert Dann gibt es ein Rechtsanwalt oder Notar, oder irgendwas.

00:11:29: wo man eben dann einfach auch die Banksachen machen kann.

00:11:32: Also das sind so viele wichtige Dinge, man ist ja aufgeschmissen wirklich.

00:11:37: Ja total, und du sagst es grad so schön gesagt wenn etwas passiert?

00:11:41: Ich glaube davon haben ja viele Angst, wenn sie eine Vollmacht hergeben dass plötzlich jemand anders plötzlich über das Leben bestimmt, das Kontolär räumt oder so, so einfach ist es ja nicht!

00:11:53: Die Vollmachts greift nur dann wenn man nicht mehr in der Lage ist.

00:11:57: also da glaube ich... die Angst richtig, richtig rausnehmen.

00:12:00: Und das kann ja jeder auch dann zum Beispiel mit seiner Bank ja auch absprechen und sagen Ja für den Fall das bekommt meine Tochter diese Vollmacht aber nur für dies und dann wird er auch nur für das genehmigt.

00:12:13: Die glaube ich sind da schon sehr, sehr streng gönnen.

00:12:16: Ja und vor allen Dingen was man auch völlig vergisst.

00:12:19: Ich meine angenommen du würdest also du wärst jetzt ein Fall dass du das selber nicht mehr machen könntest Und jetzt hättest du auch noch ganz schön viel Vermögen.

00:12:31: Und plötzlich wird der ein gerichtlich bestellter Betreuer, der von dir überhaupt Tuten und Blasen gar keine Ahnung hat.

00:12:38: Der wird dir einfach vor die Nase gesetzt bzw den Kindern oder den Verwandten – und die haben gar keinen Zugriff mehr!

00:12:46: Nicht auch die verheiratet sind.

00:12:49: Die haben plötzlich, wenn da einer sagt, das sehen wir nicht anders... Das ist jetzt das Amtsgericht der da gerichtlich bestellten Betreuer einfach vor die Nase setzt hast du

00:13:01: Pech gehabt!

00:13:03: Echt?

00:13:03: Ja also das habe ich erlebt.

00:13:07: Also ich möchte das nicht jetzt verschreiben, aber man sollte wirklich davor

00:13:13: bereitet sein.

00:13:14: Das ist immer das was man sagt.

00:13:16: also Prävention beginnt nicht erst bei der Gesundheit sondern auch bei der Organisation und auch den Gesprächen innerhalb der Familie sozusagen.

00:13:26: Liebe Monika wahrscheinlich bekommst du häufig Anrufe von Familien die von einer Sekunde auf die andere vor eine Situation gestellt werden und plötzlich total überfordert sind.

00:13:38: Kannst du uns mal schildern, wieso ein typischer Anruf bei dir aussieht?

00:13:42: Was passiert da?

00:13:44: Also normalerweise ist es so dass in der Regel ist ein Sturz passiert davor waren die Senioren noch... Total mobil.

00:13:53: Vater, Mutter waren also im Garten unterwegs oder was auch immer und plötzlich sind sie gestürzt haben sich den Oberhaltschenkel gebrochen das ist so ein typisches Balleur oder irgendwie an der Hüfte verletzt und der Arzt sagt Nee, also du kannst da nicht mehr alleine bleiben.

00:14:10: Du musst schauen, dass du zu Hause das irgendwie organisierst.

00:14:14: Jetzt gibt's die Möglichkeit... Es ist ein Familienangehöriger der es übernimmt aber manchmal ist es einfach so, er ist auch überfordert weil er plötzlich einen Pflegefall vor der Haustür stehen hat.

00:14:27: Aber im wahrsten Sinne des Wortes und da gehts einfach darum Da muss man alles organisieren.

00:14:35: Wenn zum Beispiel im Krankenhaus, wenn da die Sozialstation sagt ne also wir können die Schnelleinstufung nicht machen weil derjenige geht ja noch in die Reha das heißt nicht dass sie das nicht machen wollen sondern erst dann kriegt man Pflegegrad wenn man nach Hause kommt d.h.wenn man also in den Reha geht dann wird man in der Reha eingestuft.

00:14:59: Das habe ich lange auch nicht gewusst.

00:15:01: Ich habe immer gedacht, warum helfen die mir nicht?

00:15:05: Warum kriegt man keinen Pflegegrad?

00:15:08: Warum stehe ich da so alleine und muss alles alleine machen?

00:15:12: Aber die dürfen gar nicht!

00:15:16: Erst dann wenn man weiß wo derjenige letztendlich

00:15:19: hinkommt

00:15:21: wird erster Pflegegrat.

00:15:23: Also die Voreinstufung beziehungsweise dann die letzte Einstufung gemacht.

00:15:28: Gibt es eine Geschichte, die dir ganz besonders in Erinnerung

00:15:31: geblieben ist?

00:15:32: Ja tatsächlich.

00:15:35: Das ist schon ein paar Jahre her bin ich angerufen worden.

00:15:39: das war zufälligerweise im gleichen Ort wie ich lebe und da hat die Tochter gesagt ja stellen sich vor mein Vater wurde jetzt gerade aus dem Krankenhaus entlassen und hat vor die Tür gestellt wir haben nichts Wir haben kein Pflegebett, wir haben keinen Rollstuhl.

00:15:57: Wir haben gar nichts und der liegt

00:15:58: da.

00:15:59: Echt?

00:16:00: Und dann hatten wir wirklich ein wahnsinniges Glück!

00:16:05: Ich war gerade in einer anderen Familie im Sterbefall und die Betreuerin ist zufälligerweise bei mir gewesen, hat mich da besucht.

00:16:18: Dann habe ich sie gleich geschnappt und bin mit der gemeinsam dorthin Und die hat er festgestellt, der war total dehydriert.

00:16:25: Während sie sich um den Mann gekümmert haben wir, also die Tochter und ich dafür sorgt das ein Pflegebett innerhalb von einem Tag da war.

00:16:35: Alle anderen Sachen, die man so braucht wie Windeln, dass man Getränke reichen kann

00:16:43: usw.,

00:16:45: alles was rund um die Pflege Was man da braucht, wurde dann sozusagen innerhalb von einem Tag organisiert.

00:16:52: Und diese Betreuerin ist tatsächlich dann auch gerade dort geblieben und hat die Familie... Also das ist ein Glücksfall!

00:16:59: Das passiert nicht immer aber tatsächlich ist es so passiert.

00:17:02: Und das passiert wirklich dass dieses Krankenhaus einfach jemanden entlässt?

00:17:10: Also ich bin ja auch gerade ein bisschen erschüttert, weil meine Nachbarin die hatte anscheinend auch einen Oberschenkelhalsbruch und die glaube ich war vier Tage in der Klinik.

00:17:20: Und vorgestern hat man sie nach Hause gebracht also in einem Rollstuhl in die Wohnung gefahren.

00:17:25: Ich habe das zufällig vom Fenster aus gesehen.

00:17:27: Also ich hoffe wünschte alles gute und schnelle Genesung aber dies halt auch schon in einem dementsprechenden Alter und ich dachte dann die ganze Zeit, wie kommen die jetzt da zuhause zurecht?

00:17:37: Die muss ja Schmerzen haben!

00:17:42: Also, wenn da niemand da ist, hat's ein Pech gehabt.

00:17:45: Niedermannes Gott sei Dank, aber trotzdem ... Der ist auch nicht mehr der Jüngste?

00:17:49: Das ist ja oft der Fall und das ist genau das Problem.

00:17:53: Ich meine, wenn man was weiß ich, Vierzig oder so isst, dann kann man sich damit noch viel besser arrangieren.

00:18:00: Man ist noch gewöhnt von den Kindern, dass man dahinter herrennt und das alles macht.

00:18:04: Aber wenn du Achtzig bist oder Plus, Achtzig plus Und plötzlich hast du da einen Pflegefall vor dir.

00:18:12: Das ist der Oberkau

00:18:14: für jeden.

00:18:14: Ja, das kann ich mir total gut vorstellen.

00:18:17: Es gibt ja so viele verschiedene Möglichkeiten.

00:18:20: Die meisten kennen eigentlich nur den ambulanten Pflegedienst oder dann das Pflegeheim.

00:18:25: Aber dazwischen gibt es ganz viel mehr Erzählmalen.

00:18:28: Was gibt es da alles für Möglichkeiten?

00:18:31: Also es gibt zum Beispiel die Alltagsbegleitung.

00:18:35: Das ist so ein Zwischendink zwischen vierundzwanzig Stundenbetreuung und Pflegedienst.

00:18:41: Die kommen möglichst mehrere Stunden am Tag ins Haus und unterstützen also einmal beim Duschen, beim Anziehen, errichten noch das Frühstück her und vielleicht auch noch das Mittagessen und dann gehen die.

00:18:56: Das ist ein Zwischendink.

00:18:58: Aber was auch möglich wäre, das wäre noch so die Vorstufe bevor man jetzt sagt okay wir brauchten Pflegedienst oder vielleicht braucht man sogar einen Pflege-Dienst aber sonst fühlt man sich noch fit gibt es im Raum München.

00:19:12: Die Mitwohnzentrale.

00:19:14: ich finde ist es auch eine ganz tolle Sache weil man da die Möglichkeit hat wenn man Räumlichkeiten zur Verfügung stellt dass man für die Anzahl der Quadratmeter Räumnlichkeit kriegt man sozusagen Unterstützung.

00:19:29: Das heißt, da hilft jemand entweder den Rasenmähen oder er hilft einem was weiß ich beim Einkaufen oder er helft einem in der Wohnung irgendwas sauber machen und so weiter.

00:19:39: Und man hat einfach so nicht so viele Stunden wie die wie viel man Quadratmeter zur Verfügung stellt.

00:19:44: Soviel Hilfe kriegt Man.

00:19:47: Aber wir können es jetzt richtig verstanden.

00:19:49: also Ich habe ein Gästezimmer frei.

00:19:51: Ich lass hier jemand wohnen der wohnt in meiner Wohnung mit kostenfrei je nach Quadratmeter und was er von mir bekommt.

00:20:00: Und dafür hilft, das ist doch toll oder?

00:20:03: Ja das ist vom Landratsamt und von der Stadt München.

00:20:07: Das ist ein Verein aber gesponsert von... Erstmal

00:20:11: schon meine lieben Mithörer bitte teilen Sie diesen Podcast gleich an alle Bürgermeistern Landräte, dass man so eine tolle Idee wirklich umsetzt!

00:20:22: Es gibt

00:20:23: es für München und Müncheland wie es in anderen Städten ist, weiß ich nicht.

00:20:27: Da kenne ich mich nicht aus.

00:20:29: Habe ich noch nie gehört?

00:20:30: Aber...

00:20:31: Ich könnte mir schon vorstellen und da ist es halt so dass bei dieser Mitwohnzentrale.

00:20:38: da schauen die Leute ganz genau hin.

00:20:41: erstens machen sie ein Interview von dem der die Unterstützung braucht Und die Räumlichkeiten schauen sich das alles genau an.

00:20:49: Und dann machen sie ein Interview mit demjenigen, es kann Student sein aus dem Ausland zum Beispiel oder es kann ein Auszubildender sein und da wird einfach geschaut wie matcht das.

00:21:03: Wie passen die zwei zusammen?

00:21:05: Und dann werden die einander vorgestellt.

00:21:08: und wenn sie sagen, dann kriegen wir sozusagen einen Art Untermietvertrag.

00:21:14: Für Wasser- und Strom müssen Sie auch Ihren Anteil zahlen.

00:21:18: also es ist nicht ganz umsonst wohnen aber ich meine hier in Münchner Raumwände da Wohnungen haben willst daraus

00:21:26: mit

00:21:27: bis zu sechshundert bis achthundert Euro dabei

00:21:30: Aber auch andere Auszubildende.

00:21:32: ganz ehrlich, weißt du wenn die irgendwo unterkommen und von ihrem Lohn nichts keine Ahnung ein paar hundert Euro für eine Wohnung zahlen müssen.

00:21:41: Also sind sie wahrscheinlich auch sehr dankbar dafür.

00:21:45: was es bei uns ja auch gibt und es gibt's wahrscheinlich über ist so eine Art Tagespflege.

00:21:51: Also ich kenne das bei uns in der Familie, da geht zu einer Pflegeeinrichtung hin.

00:21:56: also er kann auch selber fahren aber manche werden abgeholt und verbringen dort einen Tag und ja kommen dann wieder nach Hause.

00:22:04: Man

00:22:04: muss wissen die Pflegekasse gibt es eben zwei Töpfe.

00:22:08: Es gibt den Topf für die Sachleistungen und einen Topf für die Pflegeleistung.

00:22:14: Und je nachdem, was man für einem Pflegegrad hat, hat man ab pflegegrad zwei eben die Möglichkeit auch ein einen Tag in der Pflege in so einer Einrichtung, in so eine Tages-Einrichtung zu verbringen.

00:22:29: oder man bezahlt selber bei uns in der Familie es so dass das selbst bezahlend wird?

00:22:34: Gibt's auch ja.

00:22:35: aber Also wenn man da die Unterstützung von der Pflegekasse bekommt, sollte man es schon auch angemessen.

00:22:43: Natürlich!

00:22:45: Was gibt's noch für Möglichkeiten?

00:22:48: Es gibt auch das betreute Wohnen und bei dem betreuten Wohnen ist es ja so dass jemand eine Wohnung entweder als Eigentümer oder Mieter und diese Wohnung ist behindertengerecht eingerichtet.

00:23:05: Das ist alles recht schön und gut, solange man eigentlich fit ist.

00:23:10: Da ist auch meistens bei betreuten Wohnen ein Pflegedienst angebunden dessen Hilfe man auch in Anspruch nehmen kann.

00:23:19: Das Problem das ich da sehe ist wenn er dann aber tatsächlich so bedürftig ist dass eben dieser Pflegedienst alleine nicht reicht bleibt einem im Grunde nicht anderes übrig, als dann zu wechseln von dieser Wohnung in einen zwei Zimmer oder ein Einzimmer.

00:23:41: In einer geschützten Einrichtung sagst du mal jetzt so und das ist ja eigentlich gar nicht so der Sinn der Sache.

00:23:54: also wenn man ein betreutes Wohnen macht oder sich dafür entscheidet, dann sollte man vielleicht überlegen dass man mindestens eine zwei- oder sogar ne Dreizimmerwohnung hat sodass man möglicherweise auch eine vierundzwanzigstunden Betreuungskraft in diese Wohnung mit integrieren kann.

00:24:14: Sodass man auch da mehr der weniger unabhängig ist von dem Pflegedienst.

00:24:21: Du hast es gerade ein paar Mal angesprochen, die vierundzwanzig Stundenbetreuung.

00:24:26: Ich glaube das ist ja wirklich die meisten Missverständnisse gibt.

00:24:29: Deswegen würde ich hier gerne mal ein bisschen tiefer reingehen.

00:24:33: wie läuft eine vierund zwanzig stunden Betreuung eigentlich ab?

00:24:36: Weil im Endeffekt also vier und zwanzige stunden Tuschur durch ist er eigentlich unmöglich.

00:24:42: Nein so ist es auch gar nicht.

00:24:45: Es ist in der Regel so, dass die Betreuungskräfte sechs Stunden am Tag tatsächliche Arbeitszeit leisten.

00:24:53: Wobei man jetzt das nicht so sehen kann, dass sie was weiß ich um acht anfängt und dann um vierzehn Uhr aufhört.

00:25:00: Sondern bei den Vierundzwanzig-Stundenbetreuungen geht es ja um Pflege aber nur bedingt Pflege und zwar alles, was niederschwellig ist wie Duschen anziehen Essen eingeben.

00:25:14: Was gibt es noch?

00:25:17: Anziehen, windeln, wechseln solche Dinge.

00:25:21: Das ist also pflegorisch was die Betreuungskräfte machen dürfen.

00:25:25: Was sie nicht machen dürfen das Insulinspritzen oder andere Tätigkeiten Wundversorgungen zum Beispiel.

00:25:31: Das dürfen Sie nicht machen.

00:25:32: da muss immer noch ein Pflegedienst dazukommen und dann machen wir auch den Haushalt.

00:25:40: aber Dadurch, dass diese Sachen immer nur mal ein paar Minuten dauern und nicht Stunden, hat die zwischendrin immer wieder also sozusagen Freizeit.

00:25:52: Das heißt sie könnte jetzt zum Beispiel wenn sie etwas was ich das Essen vorbereitet habe und es alles fertig ist dann könnten Sie sich einen Buch nehmen um können sich in Garten setzen und lesen.

00:26:03: Und wenn derjenige dann Unterstützung braucht, dann ruft er und sagt ey ich muss auf die Toilette.

00:26:09: Dann geht

00:26:11: sie mit ihm und hilft ihm auf dieToilette zum Beispiel.

00:26:18: Tatsächlich haben wir auch in der Regel mindestens zwei Stunden am Tag tatsächliche Freizeit.

00:26:24: das heißt da müssen die gar nix Da können sie spazieren gehen, können sich in die Zimmer einschließen.

00:26:31: Aber das sind nicht zuständig für die Betreuung von den Patienten oder Klären.

00:26:41: Und eine Sache, die eigentlich auch ganz wichtig ist ... Die Betreuungskräfte sind nicht dazu da, dass sie jemanden unterdrücken.

00:26:49: Sondern im Gegenteil, die sind dazu da ... Dass sie jemandem vielleicht wieder so mobilisieren, dass Sie sich selber dem Arbeitsplatz wegnehmen.

00:26:59: Und es gibt's und da hab ich auch mir, weil ich mir gedacht habe das ist vielleicht ganz gut mal zu hören Es ist ja kein Unendlichkeitsding.

00:27:10: Manchmal ist es so, aber es muss nicht sein.

00:27:14: Ich hab eine Kundin gehabt die war in der Reha und das war einfach abzusehen dass sie wenn sie heim kommt noch nicht alleine sein kann.

00:27:24: Dann haben wir da ne Betreuungskraft gefunden für Sie Das war wirklich der Deckel auf dem Topf.

00:27:31: Die haben sich erstens super gut verstanden Und hat auch die soweit wieder mobilisiert Dass sie nach einem halben Jahr niemanden mehr braucht.

00:27:42: Das gibt es wirklich.

00:27:45: Gerade wenn jemand aus Nareha kommt, ist er oftmals noch schwach und der Alltag ist nicht so eingespielt.

00:27:54: Da mal zwischendrin eine Vierundzwanzigstunden-Betreuung einzusetzen, die unterstützt und auch die Mobilisierung.

00:28:02: Vielleicht kommt ein Physiotherapeut ins Haus oder wie immer einen Ergotherapeut oder was auch immer da ... nötig ist, kommt ins Haus.

00:28:12: Die üben diese Sachen und wenn die Betreuungskraft das gut hinkriegt dann kann man es durchaus der Fall sein.

00:28:24: Da denke ich so an unser Vorgespräch und da hatte ich echt so ein Gänsehautmoment, weil wir so gesprochen haben auch.

00:28:31: Ja wie findet man denn die passende Betreuungskraft?

00:28:34: Und das hat mich so fasziniert, wie du mir erzählt hast dass ihr da auf so viele Sachen achtet Auf Sprache, auf Haustiere, auf Hobbys, auf Interessen.

00:28:45: Erzähl mal warum du da so draufachtest.

00:28:50: Das ist mit das Wichtigste.

00:28:51: Wir haben einen Betreuungsbogen, der ist aufgegliedert in verschiedene Punkte.

00:28:57: Da geht es einmal darum, welches Krankheitsbild im Haus gibt?

00:29:03: Welche Voraussetzungen ... Also was muss die Betreuungskraft können von der Ausbildung her?

00:29:11: Und dann gibt es ein Punkt, da geht's darum auch wenn diese Interessen jetzt nicht mehr so aktuell sind oder die Hobbys auch nicht mehr ausgeübt werden, hat man ja doch ein Gesprächsthema wenn man über diese Dinge reden kann.

00:29:27: Man kann davon erzählen und also mit jemanden sich austauschen welche Erfahrungen er gemacht hat und es ist da einfach wichtig.

00:29:37: Man kann zum Beispiel eine Betreuerin, die von einem Bauernhof kommt und wahnsinnig fleißig ist.

00:29:44: Wenn ich sie in einen Haushaltssätze, wo ein Professor sitzt, dann passt das nicht.

00:29:49: Weil da kommt kein Gespräch auf... Die kann vielleicht auch mit Gabel-Messer so umgehen wie der das will?

00:30:02: oder was der voraussetzt und da passt es einfach nicht zusammen.

00:30:05: Und dann kann die noch so gut sein, oder derjenige das auch gar nicht so... Also der muss da nicht irgendwie mit einer hohen Nahe... Ja

00:30:15: ich weiß schon was du meinst.

00:30:17: Das hat damit gar nichts zu tun aber du kannst solche zwei Leute nicht zusammenbringen.

00:30:21: genauso wenig wenn's um Musikgeschmack geht ja?

00:30:25: Wenn jemand Waren sie nicht gern Volksmusik hört und der andere, der findet es schrecklich.

00:30:32: Der kann das nicht hören und er muss die ganze Zeit damit beschallt oder umgekehrt.

00:30:37: Das

00:30:38: geht gar nicht.

00:30:39: Und das sind so Punkte.

00:30:40: wenn die nicht gemetscht, dann hast du die A-Karte

00:30:46: Aber toll!

00:30:47: Es hat mich so fasziniert dass da wirklich drauf geachtet wird.

00:30:52: Ja, dann haben wir ein Thema.

00:30:54: Vor dem hat jeder irgendwo Angst, dass man einfach sagt, was kostet das Ganze?

00:30:59: Kann man das überhaupt finanzieren?

00:31:02: Wie geht es eigentlich?

00:31:04: Was kostet so eine vierundzwanzig Stunden Betreuung?

00:31:07: Magst du uns da mal mitnehmen und was gibt's für Zuschüsse?

00:31:10: Welche Unterstützung...

00:31:12: Also wir oder...?

00:31:14: die Firmen, mit denen ich arbeite können mit der Pflegekasse direkt nicht abrechnen.

00:31:20: Und der Senior, der eben entsprechenden Pflegegrad hat ... Die meisten von den haben mindestens Pflege grad drei, vier oder sogar fünf.

00:31:33: und dann da bekommen sie das was ein pflegender Angehöriger bekommt entsprechend dem Pflegegrat.

00:31:41: also Bei drei sind es sechshundert Euro, bei vier sind es achthundert.

00:31:45: Und bei fünf sind es knapp tausend Euro.

00:31:48: Das bekommen die von der Pflegekasse und der Rest muss leider selber bezahlt werden.

00:31:54: Ist aber doch im Pflegeheim genauso?

00:31:58: Die bekommen im Pflegeheim mehr Geld also einen höheren Betrag.

00:32:02: das was eigentlich eine Sauerei ist Da sind auch die Kosten in der Regel nicht nur etwas, sondern auch höher.

00:32:15: Weil das Personal dort ... Die brauchen viel Personal und außerdem müssen halt das Ganze ... Das muss ja auch sich irgendwie rechnen.

00:32:23: Und da ist es so dass die Pflegekasse mehr bezahlt.

00:32:28: Aber ansonsten gibt es die Möglichkeit, steuerlich kann man pflegemehraufwand steuerliche geltend machen.

00:32:34: Also Haushalts- und Arztdienstleistungen im Pflegeanteil kann man steuerlicher geltende machen.

00:32:40: Und wenn das alles nicht reicht dann kann man auch einen Antrag.

00:32:43: also Bayern ist da wirklich anders wie andere Bundesländer.

00:32:48: in anderen Bundesländern habe ich gehört gibt's sowas nicht aber bei Bayern gibt es das kann man beim Bezirk.

00:32:55: Also im Münchner Raum ist das Bezirk von Oberbayern in Unterfranken, es ist halt der Bezirk von Unterfranken.

00:33:02: Kann man eben dann einen Antrag stellen und je nachdem kriegt man auch den gesamten Breitrag bezahlt.

00:33:12: Man muss eine Aufstellung machen, das habe ich nicht.

00:33:16: Man kann sogar Immobilienbesitz haben.

00:33:20: Da hab ich auch jemanden, der bei dem ist es so.

00:33:23: Der hat ein Haus und wohnt aber drin.

00:33:26: Dadurch muss er ja keine Miete bezahlen.

00:33:29: Und kriegt dann einen entsprechenden Zuschuss ... Das haben die Kinder mit dem Bezirk von Oberbayern in diesem Fall ausgemacht.

00:33:37: Er kriegt immer einen Zuschuss von tausend Euro.

00:33:41: Wenn da Sterbefall eintritt, wird das Haus verkauft.

00:33:44: Dann müssen sie das zurückzahlen, was gebraucht wurde.

00:33:47: Was gebraucht wurde.

00:33:49: Aber toll, dass der noch

00:33:51: weiter

00:33:51: drin wohnen kann, weil man hatte auch schon gehört, dass manche wirklich aus dem Haus raus mussten ins Heim kommen das Haus versteigert wurde und also gibt es ja die wildesten Geschichten.

00:34:04: Ja aber grundsätzlich ist es in Bayern so wenn jemand betroffen besteht und das kann auch der Herz für Empfänger Beruf, dass er zu Hause in den eigenen Verwänden versorgt werden will.

00:34:19: Dann kriegt er das.

00:34:21: Also das möchte ich wirklich nochmal erwähnen weil du hast es auch so gesagt In Bayern ist es so wenn du zuhause bleiben willst dann kannst du zu hause bleiben.

00:34:32: Genau so ist es Ja

00:34:35: Aber nur in Bayern?

00:34:40: Ich weiß es nur von Bayern, dass das Land Bayern nicht die Gemeinde einspringt.

00:34:51: Das ist eine Sache des Landes Bayern.

00:34:56: Bayern heute?

00:34:57: Das ist heute in Bayern!

00:34:59: Ich meine ich glaube es gibt auch in keinem anderen Bundesland aus Bayern einen Zuschuss.

00:35:08: Ich glaube jetzt ins fünfhundert Euro und letztes Jahr waren es noch tausend Euro Pflegezuschuss.

00:35:13: Gibt's sonst nirgends?

00:35:15: Wow!

00:35:17: Monika, wenn man über die Fehler spricht, die einfach auch passieren.

00:35:23: Du hast so viele Familien schon begleitet.

00:35:25: was sind denn die größten Fehler, die hier passieren?

00:35:29: oder wo kann man ja im Vorfeld schon ein bisschen etwas besser machen?

00:35:34: Ich denke, wenn man ein pflegender Angehöriger ist, sollte man schon auf seinem Körper hören.

00:35:43: Weil das dem anderen, der die Pflege bekommt nicht hilft, wenn der andere er wegbricht.

00:35:50: Dann ist er ja noch mehr alle eingelassen und es ist ein ganz großer Fehler ... viel zu lange wartet, bis man sich da an der Stelle Hilfe holt und sagt okay ich schaffe es allein nicht mehr.

00:36:03: Ich brauche da Unterstützung.

00:36:05: also das ist glaube ich und das ist tatsächlich auch so habe ich in irgendeiner... Es ist schon auch wieder eine Weile her.

00:36:13: Das war während der Corona-Zeit.

00:36:15: Da haben die mal so ne Studie gemacht und da wurde eben auch gesagt dass Die Barma oder die AOK hat diese Aufstellung gemacht, dass der pflegende Angehörige oftmals mit schwereren Krankheitsbildern dann belastet ist.

00:36:38: Weil er einfach immer die Zähne zusammenbeißt und immer sagt es geht schon.

00:36:43: Und will alles alleine schaffen.

00:36:47: Ich glaube das ist auch wichtig auch mal eine Beratung in Anspruch nimmt und eben wie wir es vorher schon angesprochen haben am Anfang einfach wirklich offen innerhalb der Familie, auch über diese Themen spricht damit man dann einfach nicht Entscheidungen unter Zeitdruck treffen muss.

00:37:04: Weil das ist ja dann oft wo man oft gerne mal falsche Entscheidungen trifft, passiert uns ja im normalen Leben ganz genauso.

00:37:12: Alles was wir unter Zeitdruck haben, wenn die Zeit zum Nachdenken oder zum Ja denken was passt jetzt am besten so?

00:37:18: und sondern da muss man ganz schnell oft ja etwas entscheiden was man vielleicht danach ein bisschen beruheizt.

00:37:25: ist du das auch so?

00:37:26: Was mir noch eingefallen ist das habe ich vorhin nicht erwähnt es gibt ja auch eine Pflegeberatung und diese Pflegeberatung, das sollte theoretisch jemand sein der unabhängig von der Pflegekasse ist.

00:37:43: Und diese Pflegeberatungen die kommt ins Haus, die wird auch bezahlt, die kommt in's Haus und schaut erstens welcher Pflegegrad könnte es denn werden bevor der medizinische Dienst kommt?

00:37:59: Der gibt aber auch Ratschläge wie zum Beispiel Bad umgebaut sein oder wie sollten welche Hilfsmittel könnte man noch gebrauchen?

00:38:11: Oder was wäre da noch notwendig und ist vielleicht auch dabei, wenn der medizinische Dienst kommt, um die Einstufung zu machen.

00:38:19: Und da dann auch einzugretchen weil oftmals die Senioren, wenn da jemand kommt und sagt ja kannst du das noch?

00:38:27: Und jenes noch dann sagen die immer Ja klar kann ich alles weil es stimmt ja eigentlich nicht.

00:38:33: Dann ist es so ein Bild was total verfälscht ist.

00:38:42: Deswegen ist an der Stelle würde ich auch vielen raten wäre das nicht verkehrt eine Pflegeberaterin oder Berater mit an dem Tag mit dazu zu holen, der dann auch ganz klar sagt also ich habe mir das Bild schon vorher mal gemacht und das geht halt einfach nicht.

00:39:05: Es ist ja wie in der Gesundheit Prävention beginnt schon lange vorher und das passt natürlich auch perfekt zum Podcast.

00:39:13: alle die heute zuhören auch wenn die Eltern noch oder der Partner noch fit und selbstständig Ich fasse mal zusammen, was wir gesammelt haben heute.

00:39:23: Was die Familien jetzt schon erledigen sollten.

00:39:25: also einmal diese Pflegeberatung, die du gesagt hast aber eben dieser Ordner wo die Patientenverfügung drin ist ein vielleicht eine Vorsorge voll macht der sogenannte Notfallordner mit Versicherungen Rentenunterlagen Testament auch die verschiedenen Ansprechpartner und ganz wichtig die Wünsche der Eltern oder des Partners einfach im Vorfeld schon zu besprechen.

00:39:51: Liebe Monika, wenn du unseren zuhören heute drei Dinge mitgeben dürftest welche wären das?

00:39:59: Drei Dinge also.

00:40:00: ich würde auf jeden Fall mich in jeder Hinsicht beraten lassen und Ich würde mir auch die verschiedenen Sachen anschauen.

00:40:08: Also und vielleicht auch Wenn die Eltern sagen sie wollen unbedingt in den Seniorenheim dann sollten Sie mal Probe wohnen.

00:40:17: Das macht es nachher hinterher leichter eine Entscheidung zu treffen.

00:40:21: Also das wäre schon wichtig und wirklich auch auf seinen Körper hören, das wär mit das Wichtigste denke ich.

00:40:29: Liebe Monika danke, dass du dein Wissen und deine langjährige Erfahrung heute mit uns geteilt hast und ich glaube, dass viele vor allen Dingen eins mitnehmen Das Pflege kein Thema für morgen ist, sondern eins über das wir sprechen sollten.

00:40:44: Solange wir noch Zeit haben gemeinsam in der Familie gute Entscheidungen zu treffen.

00:40:49: Denn genau ist eben Prävention nicht erst handeln wenn die Krise da ist, Sondern wirklich rechtzeitig vorsorgen.

00:40:58: Zum Schluss vielleicht noch ein persönlicher Gedanke alle, die meinen Podcast schon lange hören wissen wie wichtig mir Prävenzion ist und natürlich können wir auch das Älterwerden nicht verhindern.

00:41:09: Aber wir können unglaublich viel dafür tun, möglichst lange gesund fit und selbstständig zu bleiben.

00:41:16: Und dazu gehören Bewegung.

00:41:19: zur Bewegung gehört aber auch Krafttraining ganz viel dazu.

00:41:23: also alle die ab einem gewissen Alter Mensch Leute geht es wirklich ins Fitnessstudio macht Muskelaufbau dann könnt ihr wirklich diese Thematik mit Rollator um einige Jahre wirklich hinaus zögern.

00:41:37: Außerdem lernt man dort ganz, ganz tolle Leute kennen.

00:41:40: Man kommt raus und hat Unterhaltung natürlich eine gute gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse ausreichend Schlaf Ein guter Umgang mit Stress und ganz, ganz viele soziale Kontakte sind natürlich total wichtig.

00:41:56: Ihr wisst das alle!

00:41:57: Ich versuche meinen Körper auch tagtäglich mit einem Shot aus der Schatzkammer der Natur.

00:42:03: Das ist für mich seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von meinem gesundheitsbewussten Leben still Und ich würde da auf keinen Fall mehr drauf verzichten.

00:42:13: Auch die Angehörigen, du hast das vorher so schön gesagt, liebe Monika.

00:42:16: Die sollten wirklich auch auf ihre eigene Gesundheit achten.

00:42:20: Also nicht nur auf die Menschen achten, die begleitet werden sondern auch auf einen selbst.

00:42:25: Denn nur wer gut für sich sorgt kann langfristig auch für andere da sein!

00:42:30: Die ganzen Kontaktadressen von der lieben Monika findet ihr natürlich auch in den Show-Notes.

00:42:37: vielleicht, liebe Monica?

00:42:38: packe ich hier auch noch mal was zusammen von so einem Notfallorten, wo wir das Ganze nochmal ein bisschen auflisten.

00:42:44: Was da rein sollte?

00:42:46: Dass die Zuhörer das zum Lesen noch mit in den Shownauts drin haben!

00:42:51: Ja danke dass ihr heute wieder dabei wart und wenn euch diese Folge gefallen hat dann teilt sie bitte gerne mit eurer Familie, euren Freunden oder eben Menschen für die dieses Thema gerade ganz wichtig sein könnte weil grad beim Thema Pflege haben wir halt gehört.

00:43:06: von der Lieben Monika kann man sich nicht früh genug informieren und vielleicht hilft diese Folge genau den Menschen, die sie heute ganz dringend brauchen.

00:43:16: Ja lasst uns gerne euer Feedback da und abonniert dem Podcast damit ihr keine neue Folge verpasst und wenn er euch gefallen hat dann sehr gerne auch fünf Sterne!

00:43:27: Liebe Monika das letzte Wort hast du.

00:43:32: Was soll ich sagen?

00:43:33: Ich möchte mich recht herzlich bei dir bedanken, dass ich die Chance hatte, mich hier fortstellen zu dürfen.

00:43:39: Und ich wünsche allen, dass sie so lange wie möglich gesund bleiben und mich nicht brauchen.

00:43:44: Das ist mein Wort zum Sonntag!

00:43:47: Das hast du ganz, ganz schön gesagt.

00:43:50: Ja ihr lieben vielen, vielen Dank noch mal liebe Monika!

00:43:53: Du hast so viel Wertvolles.

00:43:54: also ich habe selber für mich so viel mitgenommen und ich freue mich schon ihr Lieben wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid und bis dahin wünsche ich euch alles Liebe.

00:44:04: bleibt gesund passt gut auf euch auf und natürlich auch auf eure Liebsten.

00:44:09: Alles Liebe Digabi.

00:44:10: tschüss Holt ihr auch das nächste Mal wieder neue Impulse von Gabi.

00:44:15: Hier im Präventions-Podcast Kopfwäsche für ein gesundes, glückliches und selbstbestimmtes Leben!

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